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| Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten in Niedersachsen e.V. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Altersstruktur approbierter Psychotherapeuten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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12.03.2006 Die Analyse der Altersstruktur von Psychotherapeuten zeigt, dass in den nächsten 20 Jahren ein deutlich steigender Nachwuchsbedarf entsteht. Von 2014 bis 2025 geht voraussichtlich die Hälfte der Kammermitglieder in den Ruhestand. Die Kammern haben deshalb in einem ersten Schritt die derzeitige Altersstruktur der approbierten Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in Deutschland ermittelt, um daraus genaue Zahlen für den Nachwuchsbedarf der nächsten Jahre zu berechnen. Im Dezember 2005 waren 28.688 PP und KJP Mitglieder der Psychotherapeutenkammern (37 Prozent männlich, 63 Prozent weiblich). Die Verteilung auf die elf Psychotherapeutenkammern in Deutschland zeigt die Tabelle. PP und KJP aus den neuen Bundesländern gehen nicht in die Analyse ein. Die dortige Kammer ist zurzeit im Aufbau. Die Abbildung stellt die Altersstruktur der PP und KJP aller Landeskammern dar. Die Mitglieder sind im Durchschnitt 51 Jahre alt. Die beiden ältesten Mitglieder wurden 1910 geboren, die drei jüngsten Mitglieder im Jahr 1980. Trotz dieses breiten Altersbereiches bilden die Geburtsjahrgänge eine eher schmalgipflige Verteilung. Die Hälfe der Mitglieder wurde zwischen 1949 und 1960 geboren und damit in einem Zeitraum von nur elf Jahren. Aus dieser Altersstruktur galt es den mittelfristigen Nachwuchsbedarf zu ermitteln, der das Ausscheiden von aktiven älteren Mitgliedern vollständig kompensieren soll. Für diese Prognose wird vereinfachend angenommen, dass Kammermitglieder in den nächsten Jahren im Durchschnitt mit 65 Jahre in den Ruhestand gehen. Dieser Altersdurchschnitt berücksichtigt zwar weder, dass der derzeitige Altersdurchschnitt beim Renteneinstieg der angestellten und beamteten Mitglieder niedriger ist, noch, dass die Altersgrenze bei Kassenzulassungen bei 68 Jahren liegt. Da sich die daraus ergebenden Abweichungen allerdings in etwa gegenseitig aufheben - die Hälfte der Kammermitglieder ist abhängig beschäftigt, die andere Hälfte niedergelassen - scheint diese Altersgrenze für eine erste Schätzung des Nachwuchsbedarfs gerechtfertigt. Legt man diese Eckdaten zugrunde, dann werden ab dem Ende dieses Jahrzehnts mindestens 1.000 Neuapprobationen jährlich benötigt, um die Zahl der Psychotherapeuten in Deutschland konstant zu halten. Nach Angaben des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), das auch die Prüfungen der PP und KJP konzipiert und auswertet, gab es im Jahr 2005 insgesamt nur 547 bestandene Prüfungen (426 PP und 121 KJP). Allerdings sind vielerorts die ersten Ausbildungsgänge noch nicht abgeschlossen. An den Ausbildungsinstituten befinden sich derzeit circa 8.000 Psychotherapeuten in Ausbildung. Für die nächsten Jahre ist daher durchaus ein Anstieg der Prüfungen auf über 1.000 zu erwarten. Auch diese Größenordnung ist aber nur eine Momentaufnahme. Ausbildungen in vergleichbarem Umfang kann es mittelfristig nur mit hinreichend vielen Absolventen in den qualifizierenden Studiengängen geben. Eine Quotierung in den entsprechenden Masterstudiengängen muss deshalb verhindert werden. Fazit: Die derzeitige Anzahl an Studienplätzen und die augenblickliche Zahl an Psychotherapeuten in Ausbildung könnten langfristig ausreichen, den Nachwuchsbedarf zu decken. Quelle: BPtK-Newsletter, Ausgabe 1/2006 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||